Der Felke- Preis - die Günter- Felke- Stiftung

Am 7. November 1989 wurde die Günter- Felke- Stiftung zur Förderung von Schülern des HJG errichtet. Der Stifter, Herr Günter Felke, hatte das Herzog- Johann- Gymnasium (damals „Hunsrück Schule“) in den Jahren 1940 bis 1948 besucht und wollte sich auf diese großzügige Weise bei seiner alten Schule bedanken (Jahresbericht HJG Simmern 1989 Seite 46, 47).

Ziel und Zweck der Stiftung war ursprünglich die wissenschaftliche Förderung der Fächer Erdkunde, Geschichte und Musik. Später wurde sie auf viele weitere Fächer ausgedehnt. Herr Günter Felke hatte dabei nicht nur an wissenschaftliche Arbeiten gedacht, sondern von besonderen Leistungen junger Menschen gesprochen, die durch Lob und Anerkennung gefördert werden sollten. Die Themen gehen dabei über den reinen Schulstoff hinaus und sind so besonders interessant. Bei der Preisvergabe wird der Altersquerschnitt berücksichtigt, aber auch Gruppen, die gefördert werden sollen, z. b. Chor, Orchester oder Sportmannschaften.

Den Schülerinnen und Schülern bedeutet es viel, dass sie vor ihren Mitschülerinnen/ Mitschülern und den Lehrern ausgezeichnet werden und eine entsprechende Wertschätzung erfahren. Sehr wichtig ist es für die Preisträger aber auch, dass die Eltern eingeladen werden. Hinzu kommt, dass es für viele Ausgezeichnete das erste Mal sein dürfte, vor einer so großen Gruppe sprechen zu müssen, wenn sie ihre Arbeiten vorstellen. Dies ist auch ein nicht zu unterschätzender Lernfaktor.

Die Urkunde kann ein wichtiger Bestandteil einer Bewerbung sein, zeigt sie doch, dass der junge Mensch bereit ist, sich über das übliche Maß hinaus anzustrengen und zu engagieren. Der mit dem Preis verbundene Geldbetrag ist sicher nicht unwillkommen, da viele Gruppen wie Chor oder Orchester dieses Geld gut verwenden können, und er ist ebenso für den einzelnen Preisträger eine wichtige Anerkennung, auch wenn er wegen der niedrigen Zinsen in den letzten Jahren weniger üppig ausfallen dürfte.

Eingereicht werden die Arbeiten im Herbst, so dass im Januar der Stiftungsvorstand tagen kann. Er ist ehrenamtlich tätig und besteht aus sieben Personen. Vorsitzender des Kuratoriums ist Dr. Andreas Nikolay. Die Mitglieder des Stiftungsvorstandes begutachten die eingereichten Arbeiten. Wenige Wochen später werden die Preisträger mit ihren Eltern zur feierlichen Preisverleihung in die Schule eingeladen.