06 Aug. 2026

Theater-AG des HJG inszeniert Kafka

„Franz Samsa“ –  so lautet der Name des Theaterstücks, das die Oberstufen-Theater-AG des HJG als Premiere am diesjährigen Sommerfest und in der letzten Woche vor den Sommerferien ein zweites Mal aufführte.

Eine Mischung aus biographischem Schauspiel Kafkas unter der Hülle seiner bekanntesten Erzählung „Die Verwandlung“. Die Handlung folgt einer Familie, dessen Mitglieder unter einer ständigen Machtdynamik leiden, es jedoch nie zu einem ausgeglichenen Umfeld kommt, was im Umkehrschluss den Tod der Hauptfigur Franz (Gregor) Samsa herbeiführt. Die Rolle des Sigmund Freud betrachtet das Geschehen von außen und belegt enthusiastisch seine Theorien, die sich durch das Stück ziehen. Noah Delkurt hat in seinem Skript hiermit also eine ganz schön komplexe Struktur an verschiedenen Elementen und Bewusstseinsebenen zusammengeführt, was in einer surrealen aber gleichzeitig ergreifenden Dramaturgie, die besonders durch strategisch durchdachte visuelle Elemente unterstützt wurde, mündete.

So bewegte sich Samsa nach seiner Verwandlung in einem eigens angefertigten Käfig aus Holz, der zugleich Rückzugsort als auch Gefängnis für ihn bedeutete. Auch die Stimme aus dem Off oder zahlreiche Lichteffekte verstärkten die düstere Atmosphäre des Stücks und nahm die Zuschauenden mit auf die Reise der ergreifenden Verwandlung des Protagonisten.

So komplex und herausfordernd wie das Stück an sich war, so waren auch die Proben. Viele Probetage fielen leider aufgrund von Feiertagen und Konferenzen aus, was uns insgesamt einen geringeren Zeitraum verschaffte. Aber durch eine gelungene Planung durch die drei unterstützenden Lehrkräfte und Finja Berg konnte unsere Theatergruppe in der Projektwoche so richtig durchstarten. Der Druck war nun da, die Texte mussten gelernt werden, Requisite und Bühnenbild wurden in der Projektwoche fertig gestellt und letztlich konnten wir gemeinsam eine hervorragende Aufführung auf die Beine stellen.

Das Team behielt die Nerven und wuchs an den zahlreichen Herausforderungen – das Ensemble konnte schlussendlich beweisen, was in jedem Einzelnen an Potenzial steckte.

 

Ein herzlicher Dank geht somit an die unterstützenden Lehrkräfte Sabine B. Jung, Noah Delkurt und Matthias Hardt sowie Finja Berg, die trotz ihres Lehramtstudiums jeden Freitag Zeit fand, um uns beim Proben zu unterstützen. Wir danken auch Kathrin Delkurt, mit deren Hilfe wir ein sehr atmosphärisches Bühnenbild erschaffen haben.